Abgeltungssteuer, Freistellungsauftrag und Quellensteuer

Abgeltungssteuer

Wenn du Kapitalerträge aus Verkäufen von Aktien und Fonds, oder Dividenden erzielst, bist du in der Regel dazu verpflichtet, eine Abgeltungssteuer auf die Kapitalerträge zu entrichten.

Deinem Broker bzw. Bank kannst und solltest du einen sogenannten Freistellungsauftrag erteilen.

Bist du bei mehreren Banken Kunde, dann kannst deinen Freibetrag auf diese aufteilen.

Als Single beträgt die Höhe deines Freibetrages 801 Euro, bist du verheiratet, dann sind es 1602 Euro Kalenderjährlich.

 

Ist dieser Freibetrag ausgeschöpft ist, ist die Abgeltungssteuer für die Kapitalerträge (über den Freibetrag hinaus) fällig. Die Höhe der Abgeltungssteuer liegt derzeit bei 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 %, demnach zahlst du insgesamt 26,375 % (Stand: 2022). Die Abgeltungssteuer wird dann direkt von deiner Bank bzw. Broker an das Finanzamt abgeführt.

Dazu ein kleines Rechenbeispiel für einen Single mit einem Freibetrag von 801 Euro

 

Du erhältst 1000 Euro Dividende

 

1000 Euro abzgl. Freibetrag (801 Euro) = 199 Euro

25 % Kapitalertragssteuer von 199 Euro = 49,75 Euro

+ 5,5% Solidaritätszuschlag von 49,75 Euro = 2,74 Euro

Demnach sind 52,49 Euro an Steuern zu entrichten

Von den 1000 Euro Dividende bleiben 947,50 Euro

Du hast in ausländische Aktien, Fonds oder ETFs investiert und eine Dividende erhalten?

Dann ist eine sogenannte Quellensteuer fällig, welche von jedem Land selbst festgelegt wird.

In den USA sind es derzeit 30 %. Glücklicherweise haben die USA und Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen, von daher werden nur 15 % fällig. Diese 15 Prozent werden von deiner Bank einbehalten und entsprechend abgeführt.

Der intelligente Investor ist ein Realist der an den Optimist verkauft und von dem Pessimisten kauft.
(Benjamin Graham)