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MAESTRO ADE´

Ab Juli 2023 wird die Maestro-Funktion nicht mehr für neu ausgestellte Girokarten verfügbar sein. Es bleibt abzuwarten, welches System die Banken zukünftig für Auslandszahlungen nutzen werden. Das ist wichtig zu wissen.



Die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • Nach 30 Jahren wird die Maestro-Funktion für Girokarten abgeschafft.

  • Ab 2023 müssen die Banken für neu ausgestellte Karten andere Systeme für Auslandszahlungen verwenden.

  • Bereits ausgegebene Karten mit Maestro-Funktion bleiben bis zum Ablaufdatum gültig.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Maestro-Funktion macht die Girocard auslandsfähig.

  2. Ab wann gibt es die Maestro-Funktion nicht mehr?

  3. Warum wird die Funktion abgeschafft?

  4. Was kommt nach der Maestro-Funktion? Alternativen für die Girocard.

  5. Girocard, Debitkarte oder Chargekarte? Was ist der Unterschied?

  6. Was müssen Sie tun?


Die Maestro-Funktion macht die Girocard auslandsfähig:


Die Entscheidung des US-Unternehmens betrifft Millionen von Bankkunden in Deutschland. Nur mit der Maestro-Funktion oder einem ähnlichen System können deutsche Girokarten im Ausland genutzt werden, z.B. zum Geldabheben oder Bezahlen in Geschäften.

Das Girokartensystem wird in Deutschland, insbesondere im stationären Handel, häufig verwendet. Damit deutsche Kontoinhaber auch im Ausland auf ihr Guthaben zugreifen können, bieten die Banken bisher zusätzlich die Maestro- oder V-Pay-Funktion an. Beide Systeme stammen von US-Unternehmen, Mastercard und Visa, und bieten ähnliche Funktionen. Das jüngere V-Pay ist jedoch hauptsächlich für den europäischen Markt ausgelegt, während Maestro weltweit verwendet werden kann. Aus diesem Grund wurde die Maestro-Funktion häufiger genutzt als das konkurrierende System von Visa.



Ab wann gibt es die Maestro-Funktion nicht mehr?


Ab dem 1. Juli 2023 werden keine neuen Karten mehr mit der Maestro-Funktion ausgegeben. Das bedeutet, dass bis zu diesem Datum weiterhin Girokarten mit der Funktion ausgestellt werden dürfen und diese bis zum Ablaufdatum genutzt werden können.

Es ist jedoch möglich, dass Banken bereits vor diesem Stichtag ein anderes System einführen. Ihre Bank wird Ihnen mitteilen, ab wann Sie Ihre Maestro-Karte nicht mehr nutzen können.



Warum wird die Funktion abgeschafft?


Mastercard selbst erklärte, dass die Funktion nicht ausreichend für den Online-Handel ausgelegt sei und daher nicht mehr zeitgemäß sei. Es könnte jedoch auch sein, dass Mastercard einen größeren Anteil am Umsatz im Online-Handel erzielen möchte, da die Girocard in Deutschland ein gängiges Zahlungsmittel ist. Wenn bei Zahlungen häufiger Kredit- oder Debitkarten des Unternehmens verwendet werden anstelle des Lastschriftverfahrens, zahlen Online-Shops Gebühren an das Unternehmen. Gleichzeitig würde der Anteil von Kredit- und Debitkarten auf dem deutschen Markt deutlich steigen.

Auch ohne die Maestro-Funktion bleibt die Girocard in Deutschland voll einsatzfähig. Sie sollten also auch in Zukunft wie gewohnt mit Ihrer Girocard bezahlen und Geld abheben können. Alle Funktionen der Girocard bleiben erhalten.



Was kommt nach der Maestro-Funktion? Alternativen für die Girocard:


Obwohl die Girocard ohne Maestro-Funktion nur in Deutschland verwendet werden kann, bedeutet das nicht, dass Sie die Auslandsfunktion verlieren. Die Banken können auf andere Systeme zurückgreifen, um Auslandszahlungen zu ermöglichen.

Mögliche Alternativen sind:

  • Die "Co-Badge-Lösung": Die Banken bieten eine Girokarte an, die mit einer integrierten Debitkarte von VISA/Mastercard ausgestattet ist. Diese Karte kann im Inland über das Girokarten-System und im Ausland über den Kooperationspartner verwendet werden. Die Girokarte erhält dann zusätzlich eine 16-stellige Kartennummer und den CVV-Code, ähnlich wie bei klassischen Kreditkarten.


  • Einige Banken könnten entscheiden, die Girocard nicht mehr anzubieten. Denn theoretisch könnten Sie auch mit einer anderen Debitkarte im Einzelhandel bezahlen. Bisher akzeptieren jedoch nicht alle Geschäfte diese Karten. In diesem Fall müsste der stationäre Handel teilweise umrüsten. Für Händler würden zudem höhere Kosten anfallen, da Gebühren an das Karten-Unternehmen gezahlt werden müssten. Dies könnte wiederum zu höheren Preisen vor Ort führen.


  • Eine leichte Option wäre der Wechsel zum Konkurrenten und die Ausgabe von Girokarten mit V-Pay-Funktion anstelle der Maestro-Funktion. Visa hat bisher erklärt, dass die V-Pay-Funktion weiterhin verfügbar sein wird.


  • Die Banken könnten auch ein Zwei-Karten-System nutzen, bei dem eine Girocard für den Inlandseinsatz und eine Debit- oder Kreditkarte für Auslandszahlungen verwendet wird.


Klar ist jedoch: Auch wenn die Maestro-Funktion in Zukunft nicht mehr verfügbar ist, wird es weiterhin Möglichkeiten geben, im Ausland auf Ihr Guthaben zuzugreifen. Ob dies über ein anderes Zahlungssystem oder eine Zweitkarte erfolgen wird, wird sich in nächster Zeit zeigen.


Girocard, Debitkarte oder Chargekarte? Was ist der Unterschied?


Heutzutage werden verschiedene Karten mit dem Konto angeboten. Äußerlich ähneln sich die Karten oft, aber ihr Leistungsumfang und vor allem die möglichen Kosten können stark variieren.


Girocard: Die Girocard wird ausschließlich auf dem deutschen Markt verwendet. Mit ihr können Sie Geld am Automaten abheben oder im Geschäft bezahlen. Der Betrag wird dabei sofort von Ihrem Konto abgebucht. Im Ausland können Sie die Karte nur verwenden, wenn die Maestro- oder V-Pay-Funktion vorhanden ist.


Debitkarte: Ähnlich wie bei der Girocard wird der Betrag direkt von Ihrem Konto abgebucht. Sie haben also keinen Kreditrahmen und müssen sicherstellen, dass ausreichend Guthaben vorhanden ist, bevor Sie bezahlen. In Deutschland werden Debitkarten noch nicht an allen Kassenterminals akzeptiert. Im Ausland werden sie manchmal von Mietwagenstationen als Sicherheit abgelehnt. Für Zahlungen können Sie eine Debitkarte jedoch in der Regel verwenden.


Revolving-Kreditkarte: Bei dieser echten Kreditkarte haben Sie einen zuvor mit der Bank vereinbarten Kreditrahmen. Wenn Sie die Karte belasten, können Sie den Kredit entweder vollständig oder teilweise nutzen. In der Regel zahlen Sie am Monatsende einen Teil des aufgenommenen Kredits zurück. Die Rückzahlungsraten können stark variieren, und es fallen Zinsen an, die in der Regel hoch sind. Es besteht die Gefahr einer Überschuldung, wenn Verbraucher die Funktionsweise dieser echten Kreditkarte nicht richtig verstehen. Im Ausland ist die Kreditkarte in der Regel problemlos einsetzbar und wird häufig für Hotelreservierungen oder Mietwagen verwendet, bei denen eine Kaution hinterlegt werden muss.


Chargekarte oder Charge-Kreditkarte: Mit einer Charge-Kreditkarte tätigen Sie zunächst Käufe auf Kredit. Ihre Umsätze werden gesammelt, und Ihnen wird am Ende des Monats eine Rechnung gestellt. Im Gegensatz zur Revolving-Kreditkarte sind Teilzahlungen bei einer Chargekarte nicht üblich. Es werden jedoch in der Regel keine Zinsen für den aufgenommenen Kredit bis zur Abrechnung berechnet. Die Charge-Kreditkarte kann im Ausland verwendet werden, und auch Kautionen können damit blockiert werden.

Bitte beachten Sie, dass die genauen Bedingungen und Unterschiede zwischen den verschiedenen Karten von Ihrer Bank abhängen können. Es empfiehlt sich daher, bei Ihrer Bank nachzufragen, welche Optionen und Karten für Sie verfügbar sind.

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